DiLa 2023: Wir sind RoStwärts gesiedelt – Von Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und ganz viel Regen

10 Tage lang, vom 31.07. bis zum 09.08., haben wir gemeinsam mit insgesamt 1200 Teilnehmenden am Diözesanlager in Königsdorf teilgenommen. Unter dem Motto „Wir siedeln RoStwärts“ beschäftigten wir uns mit den Themen Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein und Gemeinschaft im Rahmen der Siedler-Thematik. Unter den teilnehmenden Stämmen aus der Diözese DPSG Rottenburg-Stuttgart, waren auch verschiedene internationale Stämme dabei, darunter Vertreter aus Malta, Luxemburg, Kenia, Israel und Schottland. Highlight für uns war aber vor allem der rumänische Stamm Pinul Negru (Asociația Cercetașii Munților) in Timișoara, für den wir als eine Art Partnerstamm zuständig waren.

Nach der Anreise mit kleinen Bussen ging es am Montag auf den vom Vortrupp bereits aufgebauten Lagerplatz. Es folgte der thematische Einstieg, in dem wir innerhalb des Siedlerspiels beschlossen, neue nachhaltige Siedlungen zu errichten, um die Umwelt zu schützen und zu zeigen, wie erneuerbare Energien eingesetzt werden können. Abgerundet wurde der Tag mit der Eröffnung der einzelnen Stufenzentren, in denen wir, mit Lager-T-Shirts und -Bechern ausgestattet, neue Kontakte knüpfen und das jeweilige Zentrenprogramm genießen konnten.

Dienstag war Geländespieltag, innerhalb welchem wir durch verschiedene Aufgaben Rohstoffe gesammelt und getauscht haben, um sogenannte Energiesammler zu bauen. Dadurch konnten wir unsere hypothetischen Siedlungen mit Energie nachhaltig bewirtschaften – vom anhaltenden Regen ließen wir uns hierbei nicht abbringen.

Im Zeichen des Earth Overshoot Day (Der Tag, an dem die Menschheit alle natürlichen Ressourcen, die die Erde innerhalb eines Jahres zur Verfügung stellen kann, aufgebraucht hat) wählten wir am Mittwoch das Lagerparlament, für welches wir auch aus unserem Stamm einen Teilnehmenden einwählen konnten! Das Parlament hatte übers Lager verteilt verschiedene Sitzungstermine, sollte in Entscheidungen miteinbezogen und Probleme der einzelnen Bezirke direkt ansprechen können. Nachmittags begann das Stufenprogramm, in dem von Schaumparty bis Gruppenspiele unterschiedlichstes Programm vertreten war. Abends gab es für die Älteren die Möglichkeit zum Pubquiz oder zur Versteigerung, deren Erlös an wohltätige Zwecke ging.

Am Donnerstag bestimmte das Stufenprogramm den Lageralltag. Während die Jungpfadfinder verschiedene Forschungsaufträge rund um die Stadt Atlantis erhielten und somit u. a. ein Floß, riesige Brettspiele im Freien und ein Mosaik bauten, begab sich die Pfadfinderstufe mit unseren rumänischen Freunden und Freundinnen auf einen Hike mit Übernachtung bei Bad Tölz. Für die Rover war ein Nachmittag am See eingeplant, der jedoch durch den anhaltenden Regen etwas dürftig ausgefallen ist. Abends gab es für die Älteren die Möglichkeit zur Blind-Date-Night und Karaoke, während die Jupfistufe ein Nachtgeländespiel spielte.

Zurück zum Lagerplatz hiken und verschiedene Stationen absolvieren – hieß es am Freitag für die Pfadistufe, die sich nach der Übernachtung im Schützenvereinshaus und Zelten und nach einem ausgedehnten Frühstück kaum mehr von den rumänischen Pfadfindern und Pfadfinderinnen trennen konnte. Beendet wurde der Hike mit einer Party im Pfadistufenzentrum. Währenddessen beschäftigten sich die Rover kreativ mit dem Bau von Mobiles und konnten den Tag weiterhin gemütlich gestalten. Die Jupfis vollendeten ihre Forschungsaufträge und stellten abends für die Bad-Taste-Party sehr fragwürdige Outfits zusammen, die wir Leitende uns nur erträumen konnten.

Samstag war Stammestag: Während sich die einen in der Kristalltherme bei dem kalten, nassen Wetter aufwärmten, besuchten einige unserer Rover und Leitenden gemeinsam mit den rumänischen und israelischen Pfadfindern und Pfadfinderinnen die KZ-Gedenkstätte Dachau. Wir erhielten dort eine eindrucksvolle Führung und konnten einer Gedenkzeremonie der israelischen Teilnehmenden beiwohnen. Zurück auf dem Lagerplatz wurden die Eindrücke, die durch die Gedenkstätte entstanden sind, gemeinsam besprochen, wobei der geschichtliche Austausch mit den internationalen Teilnehmenden im Fokus stand. Die Thermenbesucher gelangten tiefenentspannt auch wieder zurück zum langsam recht vermatschten Lagerplatz, wo abends der große Singwettstreit stattfand.

Der Bezirk übernahm am Sonntag das Programm: Eine Bezirksolympiade stand an, in denen in Kleingruppen fleißig Punkte gesammelt wurden. Später gab es unterschiedlichste Bezirksworkshops, in denen unser Stamm – mit Gedanken wohl noch in der wohltuenden Therme von gestern – einen Entspannungsworkshop mit Massage, Traumreise, Muskelentspannung und Räucherstäbchen anbot, der von den Teilnehmenden begeistert angenommen wurde.

Workshoptag war der zweite Montag im Lager! Dieses Mal aber über das ganze Lager verteilt: Von Pizza backen, über Upcycling, Häkeln, Klimafakten, Nistkästen bauen bis hin zu Außeneinsätzen im Wald war für jeden etwas dabei. Abends gab es einen Lagergottesdienst, in denen Wünsche für die Zukunft thematisiert wurden.

Fast ein ganzer Tag Sonnenschein erwartete uns am Dienstag! Auf den Tag eingestimmt wurden wir an der großen Bühne mit dem Gewinner des Singewettstreits. Anschließend verbrachten die Teilnehmenden den Vormittag mit einer Waldrallye, die

mithilfe einer GeoCaching-App absolviert wurde. Über den Nachmittag konnten alle die Sonne und die freie Zeit in den Stämmen genießen. Abends stand dann das Abschlussfest vor der Bühne an, zuvor wurde jedoch ein großes Festessen gemeinsam mit allen Stämmen des Lagers veranstaltet. Untermalt wurde der Abend von der Lagerband, die sich am Tag zuvor zusammengefunden hat.

Pünktlich zum Abbau am Mittwoch regnete es wieder in Strömen. Das hat uns aber nicht aufgehalten und wir konnten gemeinsam in Rekordzeit unsere Zelte zusammenbauen und den Nachbarstämmen mit ihrem Material helfen. Dann war es Zeit uns von unseren rumänischen Freunden und Freundinnen zu verabschieden, die sich mit einem Bus wieder auf den Weg Richtung Heimat begaben. Wir taten es ihnen gleich, packten unser Material in die Fahrzeuge und verließen den Lagerplatz, um gegen Nachmittag wieder zu Hause anzukommen.

Zurückblickend bleiben uns natürlich noch weitere Highlights im Gedächtnis: Zum Beispiel der Remix vom Lagerlied, der uns die Heimfahrt versüßt hat, ebenso wie die Akustik-Abende am Lagerfeuer oder in den Jurten, das Escape-Room-Spiel in der Spirijurte, die Bezirksküche, die sich so gut um uns gekümmert und mal wieder alles gegeben hat und die unzähligen Bekanntschaften, die wir auf dem Lager machen konnten. Das DiLa 2023 bleibt uns auf jeden Fall noch eine ganze Weile in Erinnerung.

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